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Cézanne en Provence

Atelier Cézanne - Cézanne en Provence

atelier

Atelier Cézanne - 9 avenue Paul Cézanne – 13090 Aix-en-Provence


Alle Bewunderer Cézannes wissen genau, dass man
hier die Gegenwart des Malers am intensivsten spürt. Im
November 1901 kauft Cézanne von Joseph Bouquier ein
kleines Anwesen auf dem Land umgeben von 7000 m2
landwirtschaftlich genutzter Fläche mit einem Bestand von
Oliven- und Feigenbäumen am Ufer des Verdon-Kanals auf
dem Hügel Les Lauves.
Die Bauarbeiten werden zehn Monate später beendet und
Cézanne schreibt am 1. September 1902 an seine Nichte
Paule Conil: „Die kleine Marie hat mein Atelier geputzt,
das jetzt fertig ist, und wo ich nach und nach einziehe.“
In diesen Mauern vereint er neben seinem Malmaterial
alle Gegenstände, an denen er hängt und die er in seinen
letzten Stillleben in Szene setzt. Jeden Tag verlässt Cézanne
unermüdlich seine Wohnung in der Rue Boulegon, um in
seinem grossen Atelier auf dem Land zu arbeiten. Er steht
sehr früh auf, geht zu jeder Jahreszeit von sechs Uhr bis halb
elf in sein Atelier, kommt zum Mittagessen nach Aix zurück
und bricht gleich danach wieder auf und arbeitet vor dem
Motiv oder in der Landschaft bis fünf Uhr nachmittags.
Dutzende von Werken, die heute in den grössten Museen
der Welt zu sehen sind, darunter die letzten „grossen
Badenden“ wurden in diesem Atelier des Lichts und der
Stille gemalt. Nach dem Tode Cézannes im Jahre 1906
blieb das Atelier fünfzehn Jahre lang geschlossen. 1921
kauft Marcel Provence das Atelier von Cézannes Sohn und
wohnt dort bis zu seinem Tod in Jahre 1951. Um es dem
Interesse der Baufirmen zu entziehen, gründen James Lord
und John Rewald 1952 das „Cézanne Memorial Committee“.
Einhundertvierzehn amerikanische Spender tragen finanziell
zu dieser Rettungsaktion bei. Sie kaufen Cézannes Atelier und
schenken es der Universität Aix-Marseille. Am 8. Juli 1954 wird
das Ateliermuseum Cézanne eröffnet und 1969 an die Stadt
Aix-en-Provence, den heutigen Eigentümer, abgetreten.

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